Schwendreut - ein verlassenes Walddorf
Schwendreut (auch „Glaserhäuser“) ist ein seit 1957 verlassenes Walddorf etwa 3 km nördlich von Grainet; heute erinnert vor allem die restaurierte Waldkapelle an die Siedlung, die 1618 zur Grenzsicherung gegründet wurde. Wenn du vor Ort suchst: Wegverpflegung, festes Schuhwerk und Respekt vor Bodendenkmalschutz mitbringen. Wikipedia www.pnp.de
Lage und Landschaft
Schwendreut liegt auf dem Gemeindegebiet von Grainet im Landkreis Freyung‑Grafenau, eingebettet in die Haidel‑Region des Bayerischen Waldes. Die ehemalige Ortslage befindet sich heute mitten im Wald und ist als Bodendenkmal geschützt; die Stelle ist über Wanderwege erreichbar, bietet aber keine Infrastruktur. Wikipedia www.pnp.de
Gründung und frühe Geschichte
Das Dorf wurde 1618 im Zuge einer Siedlungsaktion des Passauer Fürstbischofs Leopold (Erzherzog von Österreich) gegründet, zusammen mit Orten wie Leopoldsreut und Herzogsreut, um die Grenze nach Böhmen zu sichern und Waldflächen zu erschließen. Ursprünglich bestanden etwa sechs Anwesen; der volkstümliche Name „Glaserhäuser“ verweist auf eine frühere Glashütte in der Gegend. Wikipedia www.pnp.de
Rückschläge, Pest und Wiederbesiedlung
Wie viele Neugründungen jener Zeit litt Schwendreut unter den Wirren des 17. Jahrhunderts: 1625 wurde die Siedlung durch die Pest nahezu ausgelöscht und später wieder besiedelt. Die Kombination aus Klima, Armut und Isolation prägte das Leben hier über Jahrhunderte. www.pnp.de
Niedergang und Brand
Die Lebensbedingungen im Haidel waren hart: lange Winter, schlechte Böden und Abgeschiedenheit. Der letzte Bewohner verließ Schwendreut 1957, und der Ortsname verschwand später von der Landkarte (1968). Berichte und Zeitzeugen nennen auch einen Brand an einem der letzten Gebäude als einen Auslöser für die endgültige Aufgabe des Ortes. Da Hog'n Wikipedia
Was blieb: die Kapelle und Erinnerungen
Als sichtbares Relikt blieb die kleine Waldkapelle von Schwendreut, die in den 1990er‑Jahren durch lokale Initiativen restauriert wurde und heute als Erinnerungsort und Rastplatz für Wanderer dient. Die Kapelle ist das letzte greifbare Zeugnis der ehemaligen Siedlung. hinterschmiding.de www.pnp.de
Anekdoten und lokale Geschichten
- Ehemalige Bewohner nannten den Ort „Glosan“; Zeitzeugen‑Interviews schildern, wie Menschen noch Jahrzehnte nach dem Wegzug die Umrisse ihrer Häuser in der Wiese nachzeichneten. Da Hog'n
- Schwendreut teilt das Schicksal mehrerer Haidelsiedlungen: gegründet als Grenzposten, immer wieder von Seuchen und Entvölkerung betroffen. Wikipedia www.pnp.de
Besuchertipps, Risiken und Hinweise
- Wegverpflegung, GPS/Topo‑Karte, feste Schuhe mitnehmen; kein Handyempfang ist möglich. Bodendenkmalschutz beachten: keine Grabungen, keine Mitnahme von Fundstücken. Wikipedia www.pnp.de
- Wer mehr will: lokale Heimatvereine in Grainet/Hinterschmiding haben oft Fotos, Chroniken und Berichte zur Kapellensanierung (1997) und zu Zeitzeugen. hinterschmiding.de Da Hog'n




